Besuch in der Vergangenheit – der historische Friedhof in Weimar

Friedhöfe sind Orte der Stille und Besinnung, aber zugleich Orte von geschichtlicher Bedeutung. So etwas trifft besonders auf den historischen Friedhof von Weimar zu: Neben der sogenannten Fürstengruft sind dort die Grabstätten von Friedrich von Schiller und Johann Wolfgang von Goethe zu finden. Es gibt noch weitere berühmte Persönlichkeiten, die in Weimar gelebt, gewirkt und auf dem historischen Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben. Ein Spaziergang über den Friedhof ist ein sehr interessanter Besuch in Weimars Vergangenheit.

Fürsten und Künstler

Der historische Friedhof von Weimar wurde 1818 geweiht und ist heute einer der bedeutendsten und meistbesuchten Friedhöfe in Deutschland. Zwischen 1823 und 1827 ließ der damalige Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach die Fürstengruft am südlichen Ende des Friedhofs errichten. Sie diente den Mitgliedern der Fürstenfamilie als letzte Ruhestätte, auch Anna Amalia, Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, wurde in der Fürstengruft beigesetzt. Den beiden weltberühmten Dichtern Schiller und Goethe wurde die Ehre zuteil, ebenfalls in der Fürstengruft bestattet zu werden. Neben Schiller und Goethe fanden noch andere Künstler auf dem historischen Friedhof die letzte Ruhe. Die von Goethe verehrte Schauspielerin Christiane Becker-Neumann liegt auf dem Friedhof, ebenso wie Constantin Stichling, großherzoglicher Kammerdirektor und Schwiegersohn von Johann Gottfried Herder.

Die russische Kapelle

Etwas Besonderes auf dem historischen Friedhof von Weimar ist Russisch-Orthodoxe Kapelle, die eigens für die aus Russland stammende Großherzogin Maria Pawlowna erbaut wurde. Nach den Plänen des Oberbaudirektors Ferdinand Streichhan entstand die Kapelle zwischen 1860 und 1862 an der südlichen Seite der Fürstengruft. Die Großherzogin, die am 23. Juni 1859 auf Schloss Belvedere verstarb, wurde zunächst in der Fürstengruft an der Seite ihres verstorbenen Mannes beigesetzt. Ihr Sohn Carl Alexander ließ die Grabkapelle bauen und Erde aus Russland kommen, damit seine Mutter in der Erde ihre Heimat ruhen konnte. Das Besondere an der Russisch-Orthodoxen Kapelle ist aber, dass sie einen Durchgang zur Fürstengruft hat. So liegt der Großherzog Carl Friedrich mit seiner Frau Anna Pawlowna heute praktisch Seite an Seite.

Das Rätsel um Schillers Grab

In der Fürstengruft stehen außerdem die Särge von Goethe und Schiller, aber der Sarg von Friedrich von Schiller ist leer. Der Sarg ist vielmehr nur ein Symbol, wo sich das eigentliche Grab des Dichters befindet, ist bis heute nicht bekannt. 1911 wurde lediglich ein Schädel gefunden, dessen Echtheit aber angezweifelt wird. Die Gebeine in der Fürstengruft gehören nach heutigen DNA-Analysen drei verschiedenen Personen, Schiller ist nicht darunter.

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Redaktion
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