Das Kutschenmuseum im Schloss Auerstedt

Knapp 30 Kilometer oder 35 Fahrminuten von Weimar entfernt liegt das schöne Auerstedt. Im dortigen Schloss können die Besucher seit 2004 Kutschen und andere Wagen besichtigen, die im Laufe der letzten 300 Jahre eine wichtige Rolle gespielt haben. Das Museum im Schloss ist Teil der Klassik Stiftung Weimar und bietet eine Reihe von sehr interessanten Exponaten. Die Auswahl reicht von der prächtigen Hochzeitskutsche, über die Kutsche speziell für Kinder bis hin zu einem der ersten Fahrräder.

Die Ausstellung in den Stallungen

Dort, wo die Besucher heute die Kutschen bestaunen können, war in früheren Zeiten der Marstall des Schlosses. Dort befinden sich heute die zahlreichen Kutschen der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach. Die herzogliche Familie war stets repräsentativ unterwegs. Zu sehen gibt es die Staatskarossen, mit denen der Herzog und seine Familie in offizieller Mission unterwegs waren, die Hochzeitskutschen, die Reisekutschen sowie die Kutschen nur für die Stadt und die Jagdwagen. Mit einer besonders prunkvollen Kutsche, die ebenfalls Teil der Ausstellung ist, fuhren die russische Großfürstin Maria Pawlowna und der Erbprinz Carl Friedrich zu ihrer Hochzeit. Später besuchte die Tochter des russischen Zaren zusammen mit ihrem Mann St. Petersburg in einem nicht minder schönen Reisewagen. Kutsche und Wagen sind im Museum in Auerstedt zu bewundern.

Von der Stadtkutsche zum Fahrrad

Nicht nur Kutschen, sondern auch Sänften werden im Kutschenmuseum gezeigt. Diese Sänften wurden gerne genutzt, wenn die herzogliche Familie in Weimar weilte. Die Kinder der Familie hatten ihren eigenen, von Ponys gezogenen Kutschen, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind. Neben den zahlreichen Kutschen wird im Museum in Auerstedt noch das Zubehör gezeigt. Die Damen und Herren reisen beispielsweise nie ohne eine wärmende Decke und eine Wärmflasche aus Metall, die mit heißem Sand gefüllt war. Eine Besonderheit ist eines der ersten Laufräder des Herrn Drais. Dieses Laufrad ließ der Großherzog Carl August im Jahre 1818 für seinen Sohn Carl Friedrich bauen, und zwar von Karl Freiherr von Drais in Mannheim. Die sogenannte Draisine ist praktisch der Vorläufer des heutigen Fahrrads.

Die historischen Kutschen

Zu den schönsten Kutschen in der Ausstellung gehören die Stadtkutschen. So ließ Großherzog Carl Alexander eine prachtvolle Kutsche anlässlich der goldenen Hochzeit mit seiner Frau Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach bauen. Die ganz in Blau und Gold gehaltene Kutsche nutzte das Paar sehr oft, um nach Weimar, ins benachbarte Naumburg, nach Erfurt oder nach Jena zu fahren. Zu sehen sind sogar Wagen, die in der Schlacht von Jena und Auerstedt 1806 zum Einsatz gekommen sind. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall!

Urlaub im Apart Hotel

Das Apart Hotel in Weimar kann nicht nur durch seine ruhige Lage am Stadtrand, sondern auch mit viel Komfort überzeugen. Die Gäste wohnen in geschmackvollen, hellen und freundlichen Zimmern mit Satelliten-TV, einem Telefon für kostenlose Gespräche ins deutsche Festnetz sowie einem ebenfalls kostenfreien WLAN-Anschluss. Zu jedem Zimmer gehört ein modernes Bad mit WC, Dusche und Föhn. Am Morgen wartet auf die Gäste des Apart Hotels ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Frühstücksbüfett mit regionalen Spezialitäten. Neben Einzel- und Doppelzimmern hat das Apart Hotel noch Zimmer mit drei Betten, die ideal für Familien mit Kindern sind, die das schöne Weimar besuchen.

Redaktion
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