Weimars russisches Erbe

Wer nach Weimar kommt, sollte es auf keinen Fall versäumen, sich die Russisch-Orthodoxe Kirche mit der Fürstengruft anzusehen. Sie wurde im Jahre 1860 als Grabkapelle erbaut und ist „eine kleine Insel der Orthodoxie auf deutschem Boden“, wie der einstige Erzpriester und Vorsteher Andrej Melnik so treffend bemerkte. Geweiht wurde die Russisch-Orthodoxe Kapelle der Heiligen Maria Magdalena, viele Weimarer denken aber an Maria Pawlowna, wenn sie die wunderschöne Kapelle besuchen.

Die beliebte Herzogin

Der letzte Wunsch der Herzogin Maria Pawlowna, Tochter des russischen Zaren Paul I. war es, nach dem Ritus der orthodoxen Kirche bestattet zu werden. Ihr Sohn, Herzog Karl Alexander erfüllte den letzten Wunsch seiner Mutter und ließ die Kapelle mit den charakteristisch markanten Zwiebeltürmen bauen. 55 Jahre lebte die Tochter des Zaren in Weimar und war bei der Bevölkerung sehr beliebt. Auf ihre Initiative hin wurde eine Sparkasse geschaffen, sie ließ Suppenküchen für die Bedürftigen einrichten und Waisenhäuser erbauen. Krankenhäuser und Bibliotheken, die jedem Bürger offenstanden, verdankt Weimar ebenfalls der russischen Herzogin Maria Pawlowna. Als die Herzogin starb, wurde Erde aus Russland nach Weimar gebracht, damit sie in der Erde ihrer Heimat ihre letzte Ruhe finden konnte.

Das russische Leben in Weimar

Durch die Zarentochter und Herzogin kam das russische Leben in seiner ganzen Vielfalt nach Weimar. Trotz ihres Lebens in einem protestantischen Umfeld blieb sie Zeit ihres Lebens der Religion ihrer ursprünglichen Heimat treu. Bereits vier Wochen nach ihrer Ankunft in Weimar wurde eine Russisch-Orthodoxe Hauskapelle im Schloss eingerichtet. Während der Sommermonate wurde dort sogar regelmäßig ein Gottesdienst abgehalten. An diesen Gottesdiensten nahm gelegentlich auch Johann Wolfgang von Goethe teil, der sich sehr für die russische Ikonenmalerei und den Kirchengesang interessierte.

Die Kapelle heute

Die Russisch-Orthodoxe Kapelle steht auf dem historischen Friedhof von Weimar direkt hinter der Fürstengruft. Die Kapelle und die Gruft sind durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden. Neben dem Sarg von Maria Pawlowna steht der Sarg ihres Mannes Carl Friedrich und über eine eiserne Wendeltreppe ist es möglich, von dort aus in die Fürstengruft zu gelangen. Unweit der Grabstätte der Fürstenfamilie befindet sich auch die Gruft, in der Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ruhen. Die russische Kapelle in Weimar wurde nach den Entwürfen eines russischen Architekten erbaut und ist immer einen Besuch wert. Sehenswert sind besonders die wunderschönen Ikonen aus dem 19. Jahrhundert sowie die farbenfrohen Fenster von N. Nyssen, welche die Harmonie und die Schönheit der Kapelle unterstreichen.

Übernachten im Apart Hotel

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Redaktion
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