Jenseits der blauen Grenze – ein Stück Geschichte

Auch mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten gibt es immer noch Geschichten, die erzählen, wie verzweifelt die Menschen waren, die in den Westen fliehen wollten. Das Theaterstück „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke erzählt eine solche Geschichte, in der Andreas und Hanna die Hauptrolle spielen. Sie wollen, angetrieben von dem Wunsch nach Hoffnung, in eine bessere Zukunft fliehen.

Nur 50 Kilometer

Frei leben und studieren – dies ist der größte Wunsch von Hanna und Andreas, die im August 1989 in Kühlungsborn in den Dünen kauern. Es sind nur 50 Kilometer über die Ostsee, die sie von der Erfüllung dieses Wunsches trennen. Beide sind fest entschlossen, die sogenannte „feuchte Flucht“ zu wagen und bis zur Insel Fehmarn zu schwimmen. In den letzten Tagen der DDR sehen sie für sich keine Zukunft mehr, denn ihre Träume von Abitur und Studium sind wie Seifenblasen zerplatzt. Sie haben bereits die Strandpatrouille abgepasst und auch die so gefürchteten Suchscheinwerfer sind weitergewandert, als das Paar ins kalte Wasser der Ostsee gleitet.

Wasser und Dunkelheit

25 Stunden voller Angst warten auf Hanna und Andreas, in denen sie keinen Grund unter den Füßen haben werden und nur durch eine Schnur am Handgelenk miteinander verbunden sind. Schweigend schwimmen sie zusammen Richtung Freiheit, nur die Gedanken sind für die Besucher des Nationaltheaters hörbar. Andreas Denken kreist um sein unangepasstes Verhalten in Schule und Studium, Hanna denkt an die Tage ihrer Kindheit und Jugend. Schließlich kommt es zum endgültigen Bruch mit dem Alltag in der DDR. Dem Theaterstück voraus ging der 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte Debütroman von Dorit Linke.

Eine gelungene Adaption

Eva Bormann und Swaantje Lena Kleff haben den Roman „Jenseits der blauen Grenze“ auf die Bühne gebracht. Es sind die Gedanken der beiden Protagonisten, die die Geschichte lebendig machen: die Willkür durch den Staat, die Sehnsucht zweier junger Menschen nach Selbstbestimmung und vor allem nach Freiheit. Alles zusammen brachte Hanna und Andreas dazu, eine lebensgefährliche Entscheidung zu treffen. Der in den Anfangsjahren der DDR geprägte und vielfach zitierte Satz von Erich Honecker: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, nimmt für die beiden verzweifelten Schwimmer in der Ostsee jetzt eine bisher ungeahnte Dimension an. Thilo Reuther ist für die Kostüme und die Bühne zuständig, Ludwig Peter Müller sorgt für die Musik. In den Hauptrollen sind Martin Esser als Andreas und Annelie Korn als Hanna zu sehen. Die Premiere ist am 24. November 2023 auf der Studiobühne des Deutschen Nationaltheaters Weimar.

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Redaktion