Nietzsche ganz privat

Neben Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller war auch der Philosoph Friedrich Nietzsche ein prominenter Einwohner Weimars. Zum ersten Mal zeigt die Klassik Stiftung Weimar die Einrichtung des Hauses, das Nietzsche und seine Schwester bewohnt haben. Die Besucher können das Wohnzimmer Nietzsches bewundern, ebenso wie die Souvenirs, die seine Schwester Elisabeth aus Paraguay mitgebracht hat.

Eine unmögliche Ausstellung

Das Thema „Wohnen“ begleitet Weimar durch das ganze Jahr. Wer den desolaten Zustand von Möbeln und Gegenständen aus dem Nietzsche-Haushalt betrachtet, wird auch verstehen, warum die Ausstellung „Nietzsche privat – Eine unmögliche Ausstellung“ heißt. Die Devotionalien aus dem Haushalt der Geschwister Nietzsche spiegeln die immer wechselvolle Geschichte wider. Als Friedrich Nietzsche im August 1900 verstarb, inszenierte seine Schwester Elisabeth sein Sterbezimmer als eine Art Memorialraum. Einst verehrt, wurde das, was Nietzsche besaß, zu DDR-Zeiten in den Archiven eingelagert und schließlich vergessen, da Nietzsche als Faschist galt.

Die Sammlung aus Familienbesitz

70 Jahre lagerte das, was Nietzsche am Herzen lag, in einem Depot. Die Möbel sehen zwar immer noch wertvoll aus, bilden aber eine Art Sammelsurium aus vielen verschiedenen Epochen und Stilrichtungen. Der größte Teil stammt aus dem Besitz der Familie Nietzsche, kleine Teile sind Geschenke von Bewunderern und Freunden der Familie. Die Ausstellung zeigt vieles, was einst Nietzsche gehörte, noch in den Kisten und auf Paletten, in denen die Dinge über Jahrzehnte hinweg aufbewahrt wurden. Alles zeigt, wie Nietzsche gelebt hat und was seine Vorstellung vom idealen Wohnen war. Selbst sein Sterbezimmer zeigt in beeindruckender Weise, wie Nietzsche leben wollte.

Was erwartet die Besucher?

Die Besucher der Ausstellung müssen sich vorstellen, dass sogar der Lehnstuhl, der nur in Fragmenten erhalten geblieben ist, äußerst bequem war. Die Kommode mit Schubladen und Flügeltüren könnte als Wäscheschrank, aber auch als Büroschrank gedient haben. Vielleicht befanden sich in den abschließbaren Fächern Briefe oder andere private Dokumente. Die Geschichte der Geschwister Nietzsche ist ebenso wechselvoll wie die Zeit, in der sie gelebt haben. In den Vitrinen befinden sich die Andenken von Elisabeth Nietzsche an ihre Zeit in Südamerika. Fotos und Souvenirs, aber auch Dokumente sind zu sehen. Etwas befremdlich hingegen sind die Ausstellungsstücke, die sich mit dem Kult um Friedrich Nietzsche während des Dritten Reichs beschäftigen. Das Nietzsche-Archiv, das 1903 von Gustav van de Velde als Gesamtkunstwerk gestaltet wurde sowie die im Jugendstil gehaltenen Archivräume sind heute als Museum für Besucher zugänglich.

Urlaub im Apart Hotel

Weimar ist immer eine Reise wert, und zwar nicht für die Fans von Friedrich Nietzsche. Für den Aufenthalt in Weimar ist das Apart Hotel stets eine gute Wahl. Das moderne Hotel mit seinen 40 Zimmern liegt in einer ruhigen Lage am Stadtrand von Weimar und bietet seinen Gästen allen Komfort. Jedes Zimmer ist mit einem Bad mit Dusche, WC und Föhn ausgestattet, zudem gibt es ein Satelliten-TV sowie ein Telefon, was die Gäste für Festnetzgespräche kostenlos nutzen können. Auch die Nutzung des WLAN-Anschlusses ist nicht mit Kosten verbunden. Am Morgen erwartet die Gäste des Apart Hotels ein reichhaltiges Frühstücksbüfett, auf dem auch köstliche Spezialitäten aus der Region zu finden sind. Durch die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist auch die Innenstadt von Weimar jederzeit schnell und bequem zu erreichen.

Redaktion